Finanzmarktnews http://finanzmarktnews.net Neuigkeiten zum Finanzmarkt und Tipps rund um die persönlichen Finanzen posterous.com Wed, 08 Jun 2011 04:59:00 -0700 Studie stellt Nutzen von Anlageberatung in Frage http://finanzmarktnews.net/studie-stellt-nutzen-von-anlageberatung-in-fr http://finanzmarktnews.net/studie-stellt-nutzen-von-anlageberatung-in-fr

Jeder Aktienanleger steht heutzutage vor der Entscheidung, ob man Aktien über einen Online-Broker oder die eigene Hausbank handelt. Die zahlreichen Vor- und Nachteile werden auf hunderten Internetseiten ausführlich erläutert.


Kurz zusammengefasst: Filialbanken bieten eine persönliche Anlageberatung an – unbedarfte Anleger können sich hier ausführlich informieren lassen, welche Finanzprodukte am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Für persönliche Beratung ist jedoch Personal erforderlich, und dieses ist ein wesentlicher Kostenfaktor. Die Kosten werden auf den Kunden übergewälzt, der für Wertpapier-Transaktionen dementsprechend mehr Gebühren bezahlen muss.


Bei Online-Brokern ist diese Beratung üblicherweise nicht möglich – mehr als allgemein gehaltene Tipps gibt es hier nicht. Es wird somit wesentlich weniger Personal benötigt, und das ermöglicht es den Anbietern, wesentlich geringere Gebühren zu verlangen. Allerdings muss auch dazu gesagt werden, dass die Kunden nicht ganz im Regen gestanden werden. Der österreichische Online-Broker Brokerjet bietet beispielsweise eine Reihe von Seminaren an, wo sich Kunden das nötige Know-How holen können – dabei zahlen nur diejenigen, die dieses Angebot tatsächlich in Anspruch nehmen.


Das Argument bezüglich der Anlageberatung beginnt jedoch zu bröckeln. Eine neue Studie der Universitäten Frankfurt am Main und Neapel kommt zu dem Ergebnis, dass Nutzer von Online-Brokern im Durchschnitt mindestens genauso hohe Renditen erzielen wie Kunden von Anlageberatern. Die Ursache wird dabei nicht im mangelhaften Know-How der Berater gesehen, sondern in einer falschen Anreizstruktur. Der Kundennutzen würde hier oftmals nicht an oberster Stelle stehen, sondern die erhaltenen Provisionen.


Doch auch diese Studie ist kritisch zu betrachten. Denn Nutzer von Online-Brokern sind meist Personen, die sich mit Finanzprodukten genauer auseinandergesetzt haben und ihre Geschäfte selbst in die Hand nehmen können. Die Welt der Finanzen ist jedoch kompliziert und die Mehrheit der Sparer und Kleinanleger hat keinerlei Kenntnis. Diese würden ohne Beratung in den meisten Fällen wohl deutlich schlechter aussteigen.

 

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Mon, 25 Apr 2011 05:14:00 -0700 Schwächelnder Yen nach Atomkatastrophe hilft Yen-Schuldern http://finanzmarktnews.net/schwachelnder-yen-nach-atomkatastrophe-hilft http://finanzmarktnews.net/schwachelnder-yen-nach-atomkatastrophe-hilft

In den 1990-Jahren waren Fremdwährungskredite in Yen noch sehr beliebt. Die Yen-Kredite wurden wegen ihrer niedrigen Zinsen vor allen für die Baufinanzierung bzw. den Wohnungskauf geschätzt.

In den vergangenen Jahren hatten Kreditnehmer von Yen-Krediten jedoch wenig Grund zur Freude. Der Yen wurde aufgrund zahlreicher Umstände aufgewertet und verteuerte sich damit. Durch den ungünstigen Wechselkurs wurde die Rückzahlung von alten Yen-Krediten damit spürbar teurer.

Doch die Geschehnisse rund um das Atomkraftwerk Fukushima haben auch Japans Wirtschaft beeinflusst. Die Folge: eine leichte Anwertung des Yen. Für Yen-Schuldner hat die Katastrophe also auch einen positiven Aspekt. Momentan scheint der Zeitpunkt für eine Rückzahlung günstig.

Doch die kleine Yen-Krise ist möglicherweise nur eine kurze Verschaufpause. Der Yen könnte in nicht all zu ferner Zukunft wieder steigen sobald sich die wirtschaftliche Lage Japans wieder normalisiert hat.

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Mon, 25 Apr 2011 05:01:00 -0700 Portugal korrigiert Budgetdefizit nach oben http://finanzmarktnews.net/portugal-korrigiert-budgetdefizit-nach-oben http://finanzmarktnews.net/portugal-korrigiert-budgetdefizit-nach-oben

Die größte Finanzkrise seit dem Ende des 2. Weltkriegs ist bekanntlich ausgesessen. Alle Wirtschaftsindikatoren zeigen wieder nach oben. Doch ganz ungetrübt ist der Blick in die Zukunft dennoch nicht. Nach der Finanzkrise folgt die Schuldenkrise.

Zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Staaten viel Geld in die Wirtschaft gesteckt, um die Nachfrage anzukurbeln. Hinzu kommen beträchtliche Steuerausfälle, weil die Wirtschaft geschrumpft statt gewachsen ist. Die drastische Folge: die ohnehin bereits vorher verschuldeten Staaten sehen sich jetzt einem immensen Schuldenberg gegenüber.

Innerhalb der Eurozone hat es bisher Griechenland, Irland und Portugal am stärksten getroffen. Die Gläubiger, Analysten und Rating-Agenturen zweifeln zunehmen an der Zahlungsfähigkeit dieser Staaten. Um das schlimmste abzuwenden, mussten andere Eurostaaten bereits unter dem gemeinamen "Rettungschirm" Ausfallshaftungen für andere Staaten übernehmen - was auch innenpolitisch umstritten ist. Mittlerweile musste auch Portugal unter diesen Rettungsschirm.

Doch die Spar-Bemühungen der einzelnen Staaten sind sehr zaghaft - schließlich würden drastischer Maßnahmen schnell auf Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Eine nachhaltige Entspannung der Situation zeichnet sich daher momentan nicht ab.

Ganz im Gegenteil: Portugal musste seine Neuverschuldungsquote für 2010 nun auch noch nach oben korrigieren. Der Staat auf der iberischen Halbinsel hat nicht wie ursprünglich angegeben 8,6% des BIPs an neuen Schulden angehäuft, sondern gleich 9,1%. Zum Vergleich: die Maastricht-Kriterien legen eine maximale Neuverschuldung von 3% für Staaten der Eurozone fest.

 

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